Toskana 2019

Es ist Herbst geworden. Der Wind bläst ums Haus und die Blätter färben sich bunt. Nach einem eigentlich zu trocknen Sommer wird es nun ungemütlich und Nass.
Unser Wohnmobil ist schon seit Tagen bereit. Wartet nur noch darauf das wir starten können.
2.10
Wir fahren bis in die Schweiz. Ins Tessin. Hindurch, durch den andauernden Regen. Doch nach dem Gothardo Tunnel erblicken wir einen blauen Himmel.
Erreichen Giornico. Schlendern durch das altertümliche Zentrum des Dorfes mit seinen zwei Bogenbrücken aus Stein und den drei Kirchen. Mittlerweile ist es dunkel geworden und wir überlegen welcher der Plätze wohl der Ruhigere ist. Wir entscheiden uns für den am Ortsausgang. Dieser liegt zwar an der Hauptstraße, die ist aber in der Nacht nicht sehr befahren.
3.10
Am morgen kommt eine leichte Briese auf und wir werden von den herabfallenden Walnüssen die recht heftig auf unserer Dach schlagen geweckt.
Da muss ich doch gleich mal die Jute Tasche füllen.
Nach dem Frühstück fahren wir immer mehr der Sonne entgegen.
Kurz hinter Parma verlassen wir die Autobahn.
Starten sogleich zur Schottersee Lagoni T2 Offroad Tour in Toskana Nord.

Bosco liegt links und die Route geht rechts Richtung National Park Tosca Emiliano. Gleich nach dem Einstieg befindet sich ein Brunnen auf der rechten Seite. Wir füllen unsere Wassertanks mit frischem Quellwasser auf. Der Weg ist noch geteert und mit Maronenbäumen gesäumt.
Richtung Rifugio Lagoni biegen wir links und fahren nun einem gut geschotterten Weg entlang.
Auf der Piste herrscht ein reges Verkehrsaufkommen  und die Parkplätze entlang der Weges sind gut besucht. Die Wander sind allesamt mit Körbchen bewaffnet. Pilze sammeln.

Am Rifigio Lagoni befinden sich zwei kleine grüne Seen.
Einparken, Rucksäcke und Wanderschuhe schnappen und los. So ein Bild hab ich in meinen Träumen gesehen. Das Sonnenlicht fällt nicht einfach hinein, nein es schmiegt sich an die Bäume.
Nach etwas über einer Stunde sind wir zurück und fahren weiter.

Danach wird die Piste kerniger. Als wir aus dem Wald kommen werden wir mit einer tollen Fernsicht belohnt. Es geht auf mehreren Kehren abwärts. Nun wechseln sich Wald uns Aussicht ab und es geht weiterhin kurvig nach unten. Nun folgt eine Passage mit querrillen und wie aus dem nichts ist diese nun frisch geteert.

Wir fahren bis Locciana Nardi weiter. Es ist schon dunkel geworden und wir parken nahe der Kirche ein. Deren Glockengeläut uns mit einem Lied empfängt. Schlendern noch ein wenig durch die Altstadt.

Wir verbringen eine sichere  und ruhige Nacht mitten im Ort auf dem Parkplatz vor der Altstadt.

4.10
Nach einem ausgiebigem Frühstück noch kurz zum Fleischer und in den Käseladen um regionale Produkte einzukaufen. Dann ab Richtung Meer.

Warum ist es so schön dem Wellen zuzuschauen.

Hier in Carrara du Marina ist der Perfekte Ort dafür. Der Stellplatz den wir wählen ist mit einem Verbot, Höhenbeschränkung 2m, beschildert.
Die Polizei ist mehrmals vorbei gefahren und hat werder uns noch unsere Wohnmobil Nachbarn angesprochen. Jetzt im Oktober wird es wohl nicht mehr so eng gesehen.

Aber erst der Sonnenuntergang. Der war so spektakulär.

5.10
Die Marmorminen von Carrara.

Wanderung von Colonnata ins Bergdorf  Verghrto.

Übernachtung auf 1300m Refugio Belvedere mit Blick auf Carrara bis zum Meer.

6.10
Wanderung um den Monte Borla.

Übernachtung in einem Bergdorf mit alten Steinhütten. Früher wohnten hier Schäfer. Doch heute werden die Behausungen von Wanderern gemietet. Campocatino 1000m  mit Blick ins Tal und auf Vagli du Spora.

7.10
Es hat die ganze Nacht durchregnet. Am morgen schiebt sich die Sonne zaghaft durch die Wolken und der Tag begrüßt uns freundlich bei 9 Grad.

Barga
Weinprobe
La Cantina del Vino Barga
Wohnmobil Stellplatz mit Toilette und Dusche für 10 €
Weinprobe mit Regionalen Produkten wie Schinken, Käse und mehr für 18 €

Die Patronin spricht ausgezeichnet Englisch und ist so super freundlich. Von uns folgt ein“ Wein Tasting“ sollte man unbedingt mitmachen.
⭐⭐⭐⭐⭐

8.10
Der morgen ist noch ein bisschen frisch doch als die Sonne scheint wird es schnell angenehm. Gegen Nachmittag schauen wir uns das Städtchen Barga an und keren am Abend in eine Pizzeria ein.

9.10
Vorbei an der Teufelsbrücke

Lucca
Wir parken in der Garage von Elena und Guido. Gehen den kurzen Weg zur Altstadt. Gleich mal auf den breiten Mauerweg der die Mittelalterliche Stadt mit seinen 4.2 km umrundet.
Von hier hat man einen guten Überblick zu den Sehenswürdigkeiten die wir uns gleich anschauen werden.
Da fällt uns der Turm des Palazzo Guinigi gleich auf. Denn auf ihm, hoch oben, wachsen Eichenbäume.
Wir kommen an der Kirche San Michele in Foro vorbei. Die prächtige Romanische Fassade wurde für eine viel größeres Gebäude gebaut. Was sich von der Seite gut erkennen läßt.
Die Säulen sind aus ganz verschiedenen Formen und Mustern, darunter auch Säulen aus Tier und Pflanzenwelt.
Im inneren kann man ein Gemälde von Filippino Lippi, die vier heiligen Panel bewundern.
Auf der Piazza finden sich Musiker ein und wir gesellen uns gerne dazu. Lauschen den ungewöhnlichen meditativen Klängen.
Leider werden aus einem leichten Nieselregen immer dickere Tropfen und wir finden uns unter einem beschützenden Schirm einer Pizzeria auf der Piazza del Mercarto wieder. Die Gebäude rund um wurden auf einem Römischen Amphitheater erbaut.
Genießen eine Kleinigkeit und müssen dann doch durch den nun unaufhörlichen starten Regen ☔ . Völlig durchnässt den Ausgang aus dem Labyrint mehrfach verfehlt, keren wir ins Womo zurück.
Wo eine heiße wohltuende Dusche unsere Glieder wieder langsam erwärmen.

10.10
Am morgen fahren wir erstmal zum Frühstücken an den Fluss Serchio. Genießen die Sonne und die Ruhe hier. Dies ist das perfekte Ausgleich Programm und weil es uns hier so gut gefällt. Bleiben wir.

11.10
Wir wollen ans Meer. Also vorbei an Pisa. Vorbei am schiefen Turm.

Campingplatz direkt am Meer
Jetzt in der Nachsaison
10 € für das Fahrzeug
5 € pro Person
Hund frei

Wir grillen Gemüse und Kotelett. Dazu gibt’s Zaziki. Noch en Rotwein. Perfekt.

12.10

Waschmaschine 5€
Die ist schnell gefüllt und in nur einer Stunde fertig.

Faulenzen bis zum abwinken und am Abend ins Restaurant. Gegrillter Fisch mit Pommes und Salat.

Zurück am Womo naschen noch etwas Käse und trinken wiederum dazu Rotwein.

13.10

Nach Sasso Pisano. Wanderung auf einem Geothermischen Feld. Den rauchenden Hang hinauf. Hindurch durch schwefelhaltige Dämpfe vorbei an brodelnde Schlammlöchern, bis hin zu einem Aussichtspunkt. Zurück durch einen Wald. Wo wir viele Maronen und Pilzsammler angetroffen haben.

Weiter nach Volterra mit seinem altem Ortskern und dem ältesten noch erhaltenen Rathaus der Toskana. Uns  haben diese alten Gemäuer aus Tuffstein sehr beeindruckt. Vielleicht hat auch der späte Abend mit der stimmungsvollen Beleuchtung dazu beigetragen. Oder aber auch der Pizza Koch der uns auf seine so freundliche italienische Art unterhalten hat. Vielleicht auch der Umstand das diese Stadt nicht nur den Touristen vorbehalten ist. Sondern mit Italienischem Leben gefüllt ist.

Der Stellplatz liegt unterhalb mit Blick auf die Altstadt. Ist ein nüchterner Parkplatz. Direkt an der Straße. In der Nacht ruhig aber gegen 7:00 h war’s dann an schlafen nicht mehr zu denken.
12 €

14.10
Wir fahren heute, laut Rother Wanderführer, zu einem der schönsten Panoramawege in der Toskana.
Unsere Ausgangspunkt liegt an einem Weingut der auch in greenstop24 beschrieben ist und ein sehr schönen Ausblick hat. Also sehr gut als Übernachtungsplatz geeignet ist.
Obwohl das Wetter und die Lichtverhältnisse für das perfekte Panoramabild nicht passt ist die Wanderung wirklich sehr schön.
Zurück am Weingut haben sich fünf Reisebusse eingefunden. Die allesamt von einer Mittelmeerkreuzfahrt kommen. Hier eine Tagesfahrt Toskana Weingut mit Verköstigung gebucht haben. Wir flüchten nach….

San Gimignano
Mittelalterliche Stadt
Von einst 72 Türmen sind noch 13 erhalten.
UNESCO Weltkulturerbe.
Und sogar in der Nachsaison voll.
Wieso habe ich vorher noch nie von dieser Stadt gehört. Mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten soll es eine der Haupt Touristen Attraktion in der Toskana sein.
Am großen Busparkplatz stehen mehr als 50 Reisebusse.
Wir suchen einen kleinen Parkplatz und werden im Wohngebiet nur 10 Geh Minuten von der Altstadt entfernt fündig.
Auf zum großen Tor.
Steigen zur Piazza hinauf.
Vorbei an den vielen Touristischen Läden.
Wir halten inne. Wollen beide gar nicht hier sein.
Vielleicht sollte man diese Stadt am späten Abend genießen. Dann wenn die meisten Busse gefahren sind.
Schnell beenden wir unsere Eindrücke von San Gimignano und fahren trotz späten Abend weiter.

065 Platz Womo Buch
Certaldo Alto Mittelalterliche Stadt
Versteckter Parkplatz am Ortsrand mit schöner Aussicht

Der Platz etwas knifflig zu finden lohnt aber, da wir hier sehr ruhig geschlafen haben.

15.10
Am Morgen gehe ich dann durch Certaldo Alto.
In ihr ist kein Leben. Kein Laden der geöffnet hat. Niemand schlendert zum Nachbar. Aus keinem Fenster blickt jemand heraus. Die Piazza völlig verweist. Nicht mal eine Katze die mein Weg kreuzt.
Hier werden später die Restaurants, Cafés und Souvenir Läden für die Touristen öffnen.
Dann kommt doch noch Leben, in vor’m eine Schülerklasse. Die mit ihren Gitarren und Flöten sich auf den Stufen vor die Kirche setzen und wohl für eine Vorstellung Proben. Mit dieser besänftigen wohlklingenden Tönen verlasse ich den Ort.

Green stop 24
N 43,691723°
O 10,975664°
Schöner Stellplatz mit einem tollen toskanischen Panorama Blick.
Ver und Entsorgung möglich.
Toilette und Dusche.
Die Wirtin freundlich und doch mit mehr liebe zum Detail hätte dieser Ort zu einem unsrer Top Plätzen werden können. Wenn wir Sterne vergeben würden dann leider nur ⭐⭐⭐

Das Weingut bietet ein Wine tasting mit eigenen Weinen und Olivenöl an. Reicht dazu Regionale Produkte wie Wurst und Käse. 10 € pro Person.

16.10
Am morgen strahlt die Sonne. Wir starten zum Passo della vieccietto. Den wir auf halber Strecke umfahren.
Durch den Nationalpark. Hier kommen zu den Sammlern nun noch die Jäger hinzu.
Auf der Höhe werden wir mit einer umwerfenden Weitsicht belohnt.
Der Herbstwald beeindruckt mit seinen schönen Farben.
Zum Lago Bacino Suviana in der Nähe von Bargo.
Wir suchen nun ein Platz für die Nacht.
Zuerst ein Campingplatz der nicht schön liegt.
Dann ein Parkplatz an einem Restaurant am See. Dort kommen Mysteriöse Gestalten. Von denen, bei einer zufällig vorbei kommenden Polizei streife, nach ausgiebiger Passkontrolle, eine Person mitgenommen wird. Wir entscheiden weiter zu fahren.
Nun folgt ein katastrophal lauter offizieller Wohnmobilplatz, hinter einem Supermarkt, genau zwischen Straße und Bahn.
Es wird spät und noch immer ist kein Platz in Sicht.
Der nächste der folgt liegt am Fluss Reno ganz in der Nähe der kleinen Ortschaft
Pian di Venula.
Mit Picknickbänken und Grill. Zwei Mobile stehen schon. Hier fühlen wir uns wohl.
Ich sag danke für den schönen Platz den wir in Park4night gefunden haben.

Der Dicke „unsere Umschreibung für ein  Zug“ kommt in der Nacht des öfteren vorbei. Manchmal Pfeift er sogar. Aber die Geräusche halten sich im Rahmen und wir können gut schlafen.

17.10
Am morgen schnell mal ins Café, frisches Brot besorgen, um dann Ausgiebig den tollen Platz am Fluss zu genießen.

Ein Gedanke zu „Toskana 2019“

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